Memento mori
Lebenszeichen - Grabzeichen

zum Ökumenischen Kirchentag
nach einer Idee von Michael Spengler und der Versöhnungsgemeinde

in Zusammenarbeit mit: STIFTUNG ST. MATTHÄUS / KUNSTDIENST DER EVANGELISCHEN KIRCHE und Ahorn-Grieneisen AG

Fotos

Der Ort
Die im Todesstreifen der Berliner Mauer stehende Versöhnungskirche, im Bezirk Mitte wurde 1985 "zur Bereinigung des Grenzstreifens" gesprengt. Die Fotos des einbrechenden Turmes mit dem abknickenden Kreuz gingen um die Welt. Seit 1999 steht an dieser Stelle die "Kapelle der Versöhnung" aus gestampftem Lehm gebaut, ein Sakralort im ehemaligen "Streifen" der Berliner Mauer. Ein Ort, der Gläubige, Suchende und Touristen aus aller Welt anzieht. Die Kapelle bietet Raum für Gebet, Gesang und Stille. Sie ist ein "Tor zum Glauben".

Der Ökumenische Kirchentag 2003
Während des Kirchentages wurde die Kapelle zum "Ort der Ruhe", das Freigelände zur Ackerstrasse, Ausgangspunkt des Projekts Memento mori.
Hier wurde es im November 2002 vorgestellt und während des Kirchentages realisiert.

Das Projekt
Nach einer Idee des Berliner Künstlers Michael Spengler fertigen 11 Bildhauerinnen und Bildhauer aus Deutschland und der Schweiz für lebende Menschen Denkmale an, die in ihrer konzeptionellen Form in der Vorbereitungsphase gemeinsam erdacht worden waren. Nach Fertigstellung dieser Lebenszeichen in Stein, Holz oder Metall, werden die Objekte in die privaten Lebensbereiche integriert werden. Nach dem Tod ihrer Auftraggeber sollen die Lebenszeichen auf dem Friedhof als Grabzeichen aufgestellt werden.

Interessierte Menschen erhielten damit die Möglichkeit, für sich oder für jemanden, der ihnen sehr nahe steht, ein Lebenszeichen zu entwickeln, das in Form und Material unverwechselbar mit ihm in Verbindung steht.
Ein Denkmal, zu Lebzeiten angefertigt im heimischen Garten aufgestellt, auf den Friedhof umgesetzt und Irgendwann von den Enkeln oder Urenkeln vielleicht wieder zurück in ihre private Umgebung genommen, könnten diese Zeichen Andenken an einen ihrer Vorfahren sein.
Die Interessenten an dem Projekt trugen lediglich die Kosten für den Materialbedarf und dessen Transport und sollten bereit sein das Resultat und den Weg dorthin veröffentlicht zu sehen.

Der Zeitplan
Am Totensonntag 2002 wurde das Projekt in Anwesenheit der Gestalter der Gemeinde und Interessierten Menschen vorgestellt. und auf dem Freigelande neben der Kapelle eine Fotoausstellung dazu eröffnet.
Sie zeigte Grabzeichen aus verschiedenen Ländern Europas, deren Gemeinsamkeit eine einzigartige, unverwechselbare Gestaltung ist, die sie in Materialauswahl und Form zu wahren Denkmälern für den Menschen und sein gelebtes Leben erscheinen lassen.
Bis zum ökumenischen Kirchentag im Mai 2003, wurde mit den gewonnenen Interessenten ihr Entwurf erarbeitet und begann der Prozess der Ausführung der Gestaltungen.
Während des Kirchentages fand dieser Gestaltungsprozess sein Ende in der Übergabe der fertigen Lebenszeichen an die Auftraggeber am Sonntag 01. Juni.

Das Ziel
Diese Aktion möchte helfen, der Persönlichkeit und Unverwechselbarkeit jedes einzelnen Menschen und jedes Verstorbenen mehr Gewicht zu verleihen und der Eintönigkeit und Trostlosigkeit auf den Friedhöfen entgegenwirken.

Gottesdienst "Memento Mori"

KONTAKT: Michael Spengler, Fon: 030-449 97 10
Mail:
versoehnung@kirche-wedding.de / kirche.versoehnung@berlin.de

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