Eine "Kommunität auf Zeit"

Eine "Kommunität auf Zeit" - ohne Ende
Die Sehnsucht und Suche nach gelebter ökumenischer Gemeinschaft führt zu ganz persönlichen Freundschaften. Ein Bruder der ev. Ansverus-Communität und ein Mönch der Benediktinerabtei Königsmünster erkannten in dem Projekt "Halle der Stille" für den Kirchentag 1981 in Hamburg die Chance zu einem ökumenischen Gemeinschaftsleben.

Daraufhin lebten 90 Männer und Frauen - evangelische und katholische Christen, Priester, Pastoren und Pastorinnen, Laien, Menschen aller Generationen - in mehreren Vorbereitungstreffen ein Jahr lang eine erste "Kommunität auf Zeit". Das gemeinsame Singen, die Tagzeitengebete, Gottesdienste und Zeiten des Schweigens schufen die Basis des Vertrauens. In der gegenseitigen Gastfreundschaft haben alle das Besondere der jeweils anderen Gruppierung verstehen und schätzen gelernt. Mit dem Kirchentag konnte eine solche Verbindung kein Ende haben. Die Erfahrungen vertieften sich auf den Kirchentagen 1985 in Düsseldorf sowie 1995 in Hamburg.

Durch persönliche Beziehungen entwickelte sich auch der Kontakt zur evangelischen Versöhnungsgemeinde an der Bernauer Straße. Wir spürten: Dies ist unser Ort für eine erneute "Kommunität auf Zeit". In vielen Treffen haben wir darauf zugelebt, um mit unserem Glauben und Hof-fen sowie unseren Gebeten einen Ort der Ruhe und der Versöhnung für die Menschen dieses ersten ökumenischen Kirchentags in Berlin 2003 zu gestalten.

Wandelgang an der Kapelle Singen beim ÖKT Singen beim ÖKT ÖKT  ÖKT Wandelgang an der Kapelle

Evangelische Versöhnungsgemeinde
Mit dem Bau der Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße wagte die Evangelische Versöh-nungsgemeinde an der Nahtstelle des wieder vereinten Berlin einen Neuanfang nach dem Fall der Mauer.

Der Weg Deutschlands und Berlins während des 20. Jahrhunderts spiegelt sich hier in einmaliger Weise. Die 1894 eingeweihte alte Kirche war der Botschaft von der Versöhnung geweiht. Sie setzt ein Zeichen gegen den Geist der Zeit, auch nach zwei Kriegen, zwei Diktaturen und zwei Zerstörungen. "Das Wort von der Versöhnung blieb gültig, als die Kirche in den Bombenangriffen des November 1943 schwer getroffen wurde. Es blieb in Kraft, als das Kirchengebäude seit dem 13. August 1961 im Todes-streifen der Berliner Mauer lag. Es galt fort, als die Kirche am 22.Januar 1985 gesprengt wurde." (Bischof Dr. Wolfgang Huber)
Die auf dem Grundriss des ehemaligen Chores errichtete Kapelle der Versöhnung ist ein Zeichen des Dankes für das Geschenk der Einheit in Freiheit. Versöhnung ist ihr Auftrag. Die Kapelle dient der Ortsgemeinde als Kirche. Sie ist auch für Gäste von Nah und Fern ein Ort der Ruhe und des Gebets. Als Kleinod aus Holz und Lehm setzt sie, über die Gedenkstättenarbeit im Rahmen des Ensembles "Berliner Mauer" hinaus, den Akzent auf die Verantwortung für die Schöpfung.
Ev. Versöhnungsgemeinde, Bernauer Str.111, 13355 Berlin, 030 / 463 60 34
www.versöhnungsgemeinde.de email: Pfarrer@kirche-versoehnung.de

Essen Beim ÖKT Essen Beim ÖKT Begrüßung mit Brot und Wasser Essen Beim ÖKT Organisation Ruhepause

Ansverus-Communität
Die Ansverus-Communität ist eine geistliche Gemeinschaft von fünfundvierzig Frauen und Männern, die überwiegend im Großraum Hamburg leben und ihr Zentrum im Ansverus-Haus in Aumühle bei Hamburg haben. Dort sammeln sie sich regelmäßig zu Gebet, Gottesdienst, Konvent und mehrtägiger Einkehr.

Der Namenspatron Ansverus lebte im 11. Jhdt. und war Abt des Benediktinerklosters auf dem St. Georgsberg bei Ratzeburg. Bei einem Wendenaufstand im Jahre 1066 erlitt er mit vielen seiner Mitbrüder den Märtyrertod.

Die Mitglieder der Ansverus-Comunität folgen einer geistlichen Regel in dem Bemühen, den Glauben im Alltag von Familie, Beruf und Ortsgemeinde mit der Verbindlichkeit einer geistlichen Gemeinschaft zu vereinen. Seit vierzig Jahren tragen sie die Verantwortung für das Ansverus-Haus, einem Haus der Einkehr, Stille und Begegnung, und sehen dies als ihren Dienst für die Kirche an.

Die Ansverus-Communität weiß sich eingebunden in die evangelisch-lutherische Kirche und ist offen für den Weg der Ökumene. Insbesondere zu den Mönchen der Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede hat sie langjährige freundschaftliche Beziehungen. Gemeinsam mit ihnen hat sie schon mehrmals auf Kirchentagen die "Halle der Stille" bzw. den "Raum der Stille" gestaltet.
Ansverus-Communität, Vor den Hegen 20, 21521 Aumühle, 04104 / 970 630
www.ansverus-haus.de email: service@ansverus-haus.de

Bruder Alt-Abt, Eröffnungsgottesdienst Wandelgang der Kapelle Essen Beim ÖKT Andacht Glöckner beim Einzug in die Kapelle Andacht

Benediktinerabtei Königsmünster
Die Mönche der Benediktinerabtei Königsmünster im sauerländischen Meschede gehören zum welt-weiten Verbund der Missionsbenediktiner von St. Ottilien. Das Zusammenleben der Mönche in Heimat und Mission ist vom Geist des Heiligen Benedikt von Nursia (480-547) und seiner Regel bestimmt und wird oft mit dem Begriff ora et labora - "bete und arbeite" - charakterisiert.

Neben den regelmäßigen, über den Tag verteilten, Gebetszeiten und der Seelsorge widmen sich die Mönche der Abtei Königsmünster vor allem der Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen in dem der Abtei angeschlossenen Gymnasium und arbeiten in der Jugend- und Erwachsenenbildung.

Daneben versuchen eine ganze Reihe von Brüdern, durch handwerkliche Tätigkeiten in verschiedenen Werkstätten den Schöpfungsauftrag Gottes ernst zu nehmen und gestalterisch von der Schönheit der göttlichen Schöpfung zu erzählen. Zusammen mit den Schwestern und Brüdern der Ansverus-Commu-nität haben die Mönche von Königsmünster schon auf verschiedenen Kirchentagen u.a. die "Halle der Stille" gestaltet.
Abtei Königsmünster, Klosterberg 11, 59872 Meschede, 0291 / 2995-0
www.koenigsmuenster.de email: Mail-Verzeichnis

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